Von losen Gewohnheiten zu einer festen Arbeitsweise als Coach
Eine feste Arbeitsweise als Coach besteht aus fünf Phasen, die jedes Coaching durchläuft: Intake, Ziel formulieren, Arbeitsphase mit Sitzungen und Aufgaben, Auswertung und Abschluss. Pro Phase legst du fest, was mindestens passiert und welche Hilfsmittel du nutzt. Der Inhalt bleibt Maßarbeit, die Struktur nicht.
Die meisten Coaches haben durchaus eine Arbeitsweise, aber sie steckt in ihrem Kopf. Sie machen es "meistens so", außer wenn viel los ist oder ein Klient etwas anderes möchte. Das funktioniert, macht dich aber abhängig von deinem Gedächtnis und deiner Energie. Eine aufgeschriebene Arbeitsweise macht es wiederholbar.
Warum eine feste Arbeitsweise hilft
- Für deinen Klienten: Klarheit darüber, was kommt, und Vertrauen, dass es einen Plan gibt.
- Für dich: weniger Entscheidungen pro Coaching und leichterer Überblick über mehrere Klienten gleichzeitig.
- Für deine Entwicklung: Du siehst besser, was wirkt, weil Coachings vergleichbar sind.
- Für dein Marketing: Du kannst klar erklären, wie ein Coaching bei dir abläuft.
Die fünf Phasen
| Phase | Was mindestens passiert | Hilfsmittel |
|---|---|---|
| 1. Intake | Anliegen erkunden, Erwartungen abstimmen, Vertrag unterschreiben | Intake-Fragebogen, Coaching-Vertrag |
| 2. Ziel | Ein konkretes, messbares Ziel und ein Ausgangswert | Skalenfrage, SMART-Ziel |
| 3. Arbeitsphase | Sitzungen mit Protokoll, Aufgaben und Reflexionen dazwischen | Methoden, Aktionen, Reflexionen |
| 4. Auswertung | Zur Mitte zurückblicken und nachjustieren | Werte vergleichen, kurze Auswertungsfragen |
| 5. Abschluss | Ergebnis benennen, Weiteres vereinbaren, Coaching formal abschließen | Abschlussauswertung, Export |
So baust du deine eigene Arbeitsweise auf
Schritt 1: Schreib auf, wie du es jetzt machst
Nimm deine letzten drei Coachings und notiere pro Phase, was du getan hast. Wo hast du es immer gleich gemacht? Wo hast du improvisiert? Was hast du manchmal vergessen?
Schritt 2: Wähle pro Phase das Minimum
Was muss in jedem Coaching passieren, egal was los ist? Zum Beispiel: keine erste Sitzung ohne unterschriebenen Vertrag, keine Arbeitsphase ohne formuliertes Ziel, kein Abschluss ohne Abschlussauswertung. Mehr zu Zielen liest du in SMART-Ziele mit Klienten im Coaching.
Schritt 3: Wähle deine festen Hilfsmittel
Eine Handvoll Methoden, die du gut beherrschst, ein fester Intake-Fragebogen, ein fester Aufbau für Sitzungsprotokolle. Du kannst immer variieren, aber du hast eine Basis, auf die du zurückgreifen kannst. Inspiration findest du im Leitfaden zu Coaching-Methoden.
Schritt 4: Teste sie mit drei neuen Klienten
Nutze deine Arbeitsweise bei den ersten drei neuen Klienten des Jahres und justiere danach nach. Eine Arbeitsweise ist nie fertig, aber jede Version ist besser als keine.
Maßarbeit innerhalb einer Struktur
Eine feste Arbeitsweise heißt nicht, dass jedes Coaching gleich ist. Anliegen, Tempo, Methoden und Ton unterscheiden sich pro Klient. Was feststeht, ist das Gerüst: dass es ein Intake gibt, ein Ziel, eine Auswertung und einen Abschluss. Siehe auch den Leitfaden zur Struktur eines Coaching-Programms.
Deine Arbeitsweise in FocusCoachee
FocusCoachee ist um genau diese Phasen herum aufgebaut. Jeder Coaching-Prozess hat ein Intake, Ziele mit Skalenwerten, eine Zeitleiste mit Sitzungen, Methoden, Aktionen und Reflexionen und einen formalen Abschluss. Du wählst aus mehr als 88 Methoden und passt sie an deine Arbeitsweise an, sodass deine Struktur bei jedem neuen Klienten schon bereitsteht.
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